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Sind klassische Konzepte wie z.B. Management by Objectives noch aktuell? In der jetzigen Zeit geht es zunehmend darum, neue Konzepte zu entwickeln, um den sich ständig aktualisierten Bedürfnissen des Marktes gerecht zu werden. Die Planung langjähriger Ziele ist praktisch unmöglich, da niemand weiß, was in einem halben Jahr passiert.

Wie sinnvoll sind dann die jährlich stattfindenden Zielvereinbarungs- und Mitarbeiterentwicklungsgespräche?

Ziele müssen, um handlungsleitend zu sein, konkret formuliert werden: und darin besteht schon die erste Hürde eines erfolgreichen Mitarbeitergespräches.

Klare Ziele geben unserer Arbeit Richtung und Sinn.

So genügt es nicht, wenn eine Führungskraft Ihren Mitarbeitern lediglich bloße Absichten kundtut („Wir haben vor, im nächsten Jahr die Prozesse zu verbessern…“), vage Möglichkeiten aufzeigt („Wir sollen im Verkauf pro-aktiver sein…“) oder von erwünschten Zuständen spricht („Schön wäre, wenn…“). Ziele setzen bedeutet, messbare oder überprüfbare Ergebnisse, Maßstäbe zur Orientierung bereitzustellen,  an denen wir zukünftiges Handeln bewerten können. Und es bedeutet vor allem, diese gemeinsam mit den Mitarbeitern zu vereinbaren und schriftlich festzuhalten.

Google Ventures setzt schon seit Jahren auf die Methode OKR (Objectives and Key Results). Unternehmen wie Oracle, Twitter oder LinkedIn nützen OKR, um unternehmensweit Ziele zu definieren, auf Unternehmens-, Team- oder Mitarbeiterebene abzustimmen, den Fortschritt im Auge zu behalten und Ziele messbar zu machen.

Ziele lenken unsere Energien auf Prioritäten.

In einem rasch veränderlichen Umfeld braucht es kürzere Zyklen und selbstorganisierende Teams, um rasch und agil Anpassungen auf Veränderungen vorzunehmen. Umso mehr sind Zielgespräche das wichtigste Mittel, um Menschen in einer Organisation, beginnend mit sich selbst, auf etwas zu konzentrieren, um sie zu fokussieren.

Was es braucht, ist mehr Qualität im Zielvereinbarungsgespräch (Checkliste qualitative Gespräche) und nicht unbedingt eine Steigerung in der Häufigkeit. Was es vor allem zusätzlich braucht, sind regelmäßige Feedbackgespräche, um Stagnation zu vermeiden und um auf Kurs zu bleiben.

Was sich nach wie vor in der VUCA-Welt (volatility, uncertainty, complexity und ambiguity)  bewähren wird, ist das ernsthafte Auseinandersetzen mit Verhaltenszielen. Denn das Erreichen von Ziffernzielen wird über Verhalten bewirkt. Und auch dafür müssen Ziele gesetzt werden!

Wie laufen Ihre Mitarbeitergespräche ab? Im nächsten Blog hören Sie live unsere Insights aus dem Führungskräfte-Seminar „Mitarbeitergespräche professionell führen“.

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